Wie denken die Deutschen über die Rechts- und Verwaltungssprache? Eine repräsentative Umfrage der Gesellschaft für deutsche Sprache 

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Laufzeit: 2009

Förderung: AsKi (Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute)Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute), GfdS (Gesellschaft für deutsche Sprache), ZfR (Zentrum Rechtslinguistik)

Beschreibung: Im Auftrag der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) hat das Institut für Demoskopie Allensbach in einer repräsentativen Umfrage die Erfahrungen der Bürgerinnen und Bürger mit der Rechts- und Verwaltungssprache sowie ihre Einstellungen dazu ermittelt. Zwischen dem 29. November und 13. Dezember 2008 wurden insgesamt 1814 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählte Personen ab 16 Jahre von Interviewerinnen und Interviewern des Allensbacher Instituts mit einem standardisierten Fragebogen mündlich-persönlich befragt (»face-to-face«). Die Untersuchung sollte zum einen den Kreis derjenigen ermitteln, die mit Rechtssprache zu tun haben oder Verwaltungsschreiben erhalten. Zum anderen sollte erfragt werden, wie die Bevölkerung die Verständlichkeit der Rechtssprache einschätzt. Dabei standen als Leitfragen im Vordergrund, welche Verständnisprobleme beim Lesen solcher Texte auftreten, inwieweit dies für die Betroffenen in der Vergangenheit Nachteile zur Folge hatte und für wie wichtig es die Sprachgemeinschaft erachtet, Verständlichkeitsbarrieren abzubauen. Klagen über die vermeintliche oder tatsächliche Unverständlichkeit der Gesetzes- und Amtssprache haben schon seit der Antike Tradition. Ziel der hier vorgelegten Erhebung war es, die Rezeption von Rechtssprache aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger aktuell auf repräsentativer Basis zu ermitteln.

Leitung: Prof. Dr. Gerd Antos (ZfR), Karin M. Eichhoff Cyrus (GfdS), Rüdiger Schulz (IfD)

 

Publikationen:

Antos, Gerd; Eichhoff-Cyrus, Karin (2008): Verständlichkeit als Bürgerrecht? Die Rechts- und Verwaltungssprache in der öffentlichen Diskussion. Mannheim: Dudenverlag [Reihe Thema Deutsch, Bd. 9].